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Judo: Kyu-Tutor-Lehrgänge vermitteln neue Einsichten

17.10.2015


Nicht nur Trainern und Assistenz-Trainern vermittelten die Kyu-Tutor-Lehrgänge, die an zwei Terminen in Rott stattfanden, neue Einsichten.

Nein, jeder teilnehmende Judoka profitierte von den Erklärungen und vor allem von den vielen praktischen Übungen, die der Breitensport-Koordinator des Bayerischen Judo-Verbandes, Jens Keidel, anschaulich und unterhaltsam aufbereitet hatte.

Das Prinzip des Tutors ist vielen aus der Schule bekannt: Ein älterer, erfahrener fungiert als Tutor für einen jüngeren, oft neuen Schüler und versucht, diesen zu unterstützen und ihm die Eingewöhnung zu erleichtern. Im Judo gibt es etwas ganz ähnliches: Das Sempai-Kohai-Prinzip, wobei der "Sempai" als der weiter Fortgeschrittene die Rolle des Tutors übernimmt, der den "Kohai" unterstützt. In diesem Sinne kann jeder Judoka, der länger als einen Tag trainiert, sowohl Kohai als auch Sempai sein.

Warum ist dieses Prinzip so wichtig und wie kann es im Training praktisch umgesetzt werden? Ein Sempai kann etwas, was ein Trainer nie kann: Er kann dem Kohai helfen, weil er während des gemeinsamen Übens mit dem Kohai direkt spürt, wo und wie der Kohai etwas anders machen kann, damit zum Beispiel eine Technik besser klappt. So kann er sich sowohl selbst so verhalten, dass der Kohai die Techik gut lernen und ausführen kann als auch das Verhalten von Kohai positiv beeinflussen, auch mit direktem Zugreifen.

Ziel der Lehrgänge ist, dass in Zukunft jeder in der Situation als Sempai versucht, obiges umzusetzen - und dabei auch selber profitiert, indem er eine Technik so oft erst richtig verstehen lernt. Dafür gab es von Jens Keidel viele praktische Anregungen. Gleichzeitig aber auch das Plädoyer für hinsichtlich der Könnensstufen gemischte Trainings, um so das Judo-Prinzip von der "Gegenseitigen Hilfe für den wechselseitigen Fortschritt und das beiderseitige Wohlergehen" bestmöglich zu verwirklichen. Daneben nahmen sich die Rotter Trainer fest vor, die (erfreulicherweise) vielen Assistenztrainer in Zukunft viel öfters als Partner der Judoschüler einzusetzen.

"Ihr seid meine Viren" - mit diesem Spruch verabschiedete Jens Keidel die Teilnehmer in der Hoffnung, sie dazu begeistert und befähigt zu haben, aktiv das Sempai-Kohai-Prinzip umzusetzen, also als Kyu-Träger Tutor zu sein für die weniger Fortgeschrittenen. Und sicher auch mit dem Wunsch, dass sie dieses Prinzip unter den Judokas (wieder) bekannter machen.

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