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Judo: Toller 5. Platz für Florian Linsner auf der G-Judo-WM

29.10.2017
Mit breiter Brust reiste Florian Linser, der erste WM-Teilnehmer in der Geschichte der Judoabteilung des ASV Rott/Inn, zur G-Judo-Weltmeisterschaft nach Köln. War er doch amtierender internationaler deutscher Meister. Und auch wenn am Ende knapp keine Medaille heraussprang: Der fünfte Platz ist ein Riesenerfolg für den 26-jährigen Rotter G-Judoka aus der Stiftung Attl.

Gekämpft wurde in zwei Fünfer-Pools. Zum Auftakt ging es gleich gegen den Brasilianer Joao Ferreia, den späteren Weltmeister. Leider konnte sich Florian Linsner gegen die langen Beine des Brasilianers nicht durchsetzen und er verlor diesen Kampf. Auch sein zweiter Kampf war nicht von Glück begleitet, gegen Wolfram Willschrei aus Hessen geriet er in einen Festhalter, nachdem beide lange Zeit gleich stark wirkten.

Linsner ließ sich durch die zwei Niederlagen aber nicht demotivieren und entschied die nächste Begegnung gegen den Kroaten Tomislav Ivaskovic ziemlich schnell mit einem O-Soto-Gari und nachfolgender Festhalte-Technik für sich.

Sein letzter Kampf gegen den ihm schon von früheren Turnieren bekannten Elias Duhs war der technisch schönste: Er warf den Österreicher mit einen saubereren Harai-Goshi, der mit Ippon gewertet wurde.

Linsner beendete die Vorrunde damit als Gruppendritter und verpasste so knapp das Halbfinale.

Etwas besser erging es einigen der anderen bayerischen Teilnehmer:

Zwar blieben die ersten Plätze den Athleten aus Brasilien, Belgien, Großbritannien, Finnland und Schweden vorbehalten. Dennoch erreichten die neun Athleten aus Bayern mehrere Medaillenränge. Die G-Judo-WM wurde dabei in den Wettkampfklassen 1 und 2 durchgeführt (1= geringstes, 3 = größtes geistiges Handicap).

Die vier Frauen starteten in der Wettkampfklasse 2. Vizeweltmeisterin wurden dabei Alessia Schmidt und Marina Eicher, München. Bronze erreichten Carolin Anzinger und Lara Holzmüller, München. Die fünf männlichen WM-Teilnehmer konnten mit Roman Peter, München ebenso einen Vizeweltmeister stellen, gefolgt von einer Bronzemedaille durch Benedikt Tröger, München. 5. Plätze erreichten außer Florian Linser noch David Rausch, München und Kevin Brezina aus Ingolstadt.

Die bayerischen Betreuer am Mattenrand waren Alwin Brenner, Florian Sachs, Hansjörg Bauer und Gerhard Posch. Weitere Unterstützung erhielten sie vom BJV-Vizepräsidenten Klaus Richter.

Unter besonderer Beobachtung stand das Großereignis durch den Judo-Großmeister Tomoo Hanana (7. Dan) und den ehemaligen Wahlmünchner Shunici Saito. Die beiden Judoexperten aus dem Judo-Herkunftsland Japan machten sich ein Bild über die internationale Entwicklung des G-Judo. So möchte der japanische Judoverband vom Deutschen Judobund lernen. Diese Haltung freut nicht nur den DJB-Präsidenten Peter Frese, der eine bessere Zusammenarbeit mit den Behindertenverbänden auf internationaler Ebene anstrebt.

Bericht: Rita Lunghamer (Teil 1) und Peter Franz (Teil 2)

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